Die besten 5 Sprachapps fürs Studium (2021)

Mehr Sprachen sprechen, wer will das nicht? Mittlerweile gibt es eine kaum noch zu übersehende Vielzahl an Sprachapps, die beim Lernen unterstützen sollen. Unser Gastautor Patrick Breitenstein hat sich die fünf besten einmal angesehen.

Innerhalb des Studiums eine neue Sprache lernen? Das ist durch das große Angebot an Sprachapps für Studentinnen und Studenten heutzutage möglich, wenn auch nicht einfach. Lernmaterialien, Lernfortschritt und interaktive Designs sind eine lohnende Ergänzung zu den Sprachkursen an den Hochschulen und Universitäten.

Ich habe verschiedene Sprachapps getestet und die 5 Apps zusammengetragen, die sich für Studenten besonders gut eignen. Natürlich sind alle papierlos.

Bevor wir direkt in die Testergebnisse einsteigen, möchte ich verdeutlichen, wie ich den Test durchgeführt habe. Ich spreche selbst 4 Sprache und lerne die 5te, was mich mit dem Thema sehr vertraut macht. Zudem gebe ich schon seit einigen Jahren Sprachnachhilfe, was mir nochmals tiefere Blicke in die Konstrukte und Lernmodelle einer Sprache aufzeigte. 

Als Erstes habe ich mir folgende Frage gestellt: 

Was muss eine gute Sprachapp beinhalten?

  • Intuitive Bedienung 
  • Vollständige Repräsentation der Sprache 
  • Individuellen Fokussierung auf eine Schwachstelle
  • Fehlerfrei! 
  • Abwechslungsreiche Lernmodelle 
  • Visuelle & Auditive Unterstützung 
  • Gute Motivatoren & Anreizsysteme
  • Reibungslose Software 
  • Übersichtlichkeit 
  • Optional: Mehrere Sprachen verfügbar 
  • Optional: Starke Community dahinter 
  • Optional: Ansprechendes Design 

Mit diesen Faktoren bin ich dann durch den App-Store gegangen und habe knapp 30 Sprachapps getestet. 

Was mir beim Test besonders aufgefallen ist:

  • Jede App hat einen anderen Schwerpunkt (z. B. Wissensvermittlung, Erlebnisorientierung).
  • Teuer heißt nicht immer gut. 
  • Das Niveau der Lerninhalte steigt unterschiedlich stark an.

Daraus haben sich für mich folgende 5 Sprachapps herauskristallisiert: 

  1. Babbel
  2. Duolingo 
  3. Busuu 
  4. Mondly 
  5. Rosetta Stone 

Im Fazit nenne ich aber noch ein paar weiter gute Kandidaten. 

Legen wir mit dem Testsieger Babbel direkt los: 

1.  Babbel

Babbel ist der Spitzenreiter der Sprachapps. Auch in den vorangegangenen Jahren hat diese App immer sehr gut abgeschnitten. Babbel besticht im Wesentlichen durch ein hohes und fehlerfreies Niveau der Lerninhalte und den auf der Wissensvermittlung liegenden Fokus. 

Die hohe Qualität der Lernmaterialien ergibt sich daraus, dass an der Entwicklung Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler beteiligt sind. Das Sprachangebot von Babbel ist je nach Ausgangssprache unterschiedlich groß.

Die zur Verfügung stehenden Lernmaterialien ermöglichen es, sich über eine große Zeitspanne mit der neuen Sprache auseinanderzusetzen. Dadurch ist der Lernfortschritt garantiert. 

Tools wie der in Babbel integrierte Wortschatztrainer helfen dabei, neue Vokabeln so lange zu trainieren, bis sie abgespeichert sind und passen sich somit perfekt an die eigenen Schwachstellen an.

Neben den zahlreichen Vokabeln trainiert Babbel auch das Grammatikverständnis, was leider bei anderen Alternativen etwas zu kurz kommt. 

Babbel gibt es nicht als kostenlose Version, was man bei der Qualität auch nicht erwarten kann. 

Mit einem Einstiegspreis von 7,99€ ist diese App für Studierende aber durchaus erschwinglich und in meinem Test ist Babbel der klare Qualitäts-Sieger geworden. 

2.  Duolingo

Jeder kennt die App und hat schon einmal davon gehört: Duolingo. Doch viele wissen nicht genau, wie die App im Vergleich zu den anderen Mitbewerbern abschneidet.

Vor allem für Studentinnen und Studenten, welche kein Problem damit haben, dass die Ausgangssprache Englisch ist, ist Duolingo eine sich lohnende Sprachapp. Für andere Ausgangssprachen wie z. B. Deutsch ist das Sprachangebot mit Englisch, Spanisch und Französisch eher dürftig, aber kann im Einzelfall auch genügen. 

Duolingo bietet ein sehr gut bedienbares Interface mit vielen spielerischen Anwendungen. Jede Lektion wird mit einem kleinen Wissenstest beendet, um den Lernfortschritt zu überprüfen.

Im Gegensatz zu Babbel ist das Niveau der Lerninhalte nicht ganz so hoch und anspruchsvoll.

Der gamifizierte Aufbau von Duolingo macht den Spracherwerb zu einer aufregenden Challenge. Es gibt Ranglisten, Belohnungen und vieles mehr, was mich beim Lernen sehr motiviert hat. 

Die kostenlose Version von Duolingo ist für viele bereits ausreichend und somit ein tolles Angebot für ein schmales Budget.

Die kostenpflichtige Vollversion der App können Studierende für den monatlichen Betrag von 7,49€ erwerben.

3.  Busuu

Busuu setzt auf den Austausch mit Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern. Neben diesem speziellen Community-Tool überzeugt diese Sprachapp mit einer Vielzahl an Lernmedien wie Zeitungs- oder TV-Beiträgen in der jeweiligen Zielsprache, was mich sehr positiv überrascht hat. 

Im Vergleich zu anderen Sprachapps spielt bei Busuu die Ausgangssprache keine Rolle. Insgesamt sind 11 Sprachen erlernbar, die in verschiedene Lektionen unterteilt sind. Busuu setzt neben einem individuellen Lernplanfür die zahlenden Nutzerinnen und Nutzer auch auf ein umfangreiches Angebot an Features.

Problematisch bei Busuu ist es nur, wenn man eine Sprache in einem anderen Alphabet lernen möchte, denn dort kam es öfters bei mir vor, dass die Zeichen nicht entschlüsselt worden und ich somit nicht lernen konnte.

Die Lerninhalte werden unter anderem in Form von Dialogen, Abfragen oder speziellen Grammatik-/Vokabelübungen vermittelt. Diese reiche Abwechslung motiviert zum Weiterlernen und beeinflusste meinen Lernfortschritt in positiver Art und Weise.

Busuu ist insgesamt durch einen umfangreichen Vokabeltrainer ausgestattet und erlaubt seinen Nutzern den Austausch mit Muttersprachlern. Daher bietet diese Sprachapp Studierenden die ideale Mischung aus Wissenserwerb und Kontakt. Die kostenpflichtige Variante ist für 11,49€ pro Monat verfügbar.

Busuu ist in meinem Test der Sieger der Vielfalt. Man hat eine sehr große Auswahl an Medien und Lernvarianten zur Verfügung, was einem dabei hilft, länger bei der Sprache zu bleiben.

4.  Mondly

Bei Mondly steht der Spaß im Vordergrund. Insbesondere wer Freude an gamifizierten Anwendungen hat, für den bietet diese Sprachapp jede Menge Abwechslung. Anhand einer Lernroute können die Nutzerinnen und Nutzer verschiedene Lektionen nach und nach durcharbeiten und den Lernfortschritt ausbauen.

Diese Sprachapp bietet 41 verschiedene Sprachen an und weist damit ein gigantisches Angebot gegenüber anderen Apps auf. Der praktische Chatbot hilft dabei, Dialoge zu führen und das theoretische Wissen praktisch anzuwenden.

Zu Beginn des Sprachkurses wird der aktuelle Kenntnisstand abgefragt, um dem Nutzer oder der Nutzerin ein möglichst individuelles Lernerlebnis zu ermöglichen. Außerdem bietet die umfangreiche kostenlose Mondly-Version ein großes Repertoire an Vokabeln.

Diese Sprachapp überzeugt durch die kurzen Lektionen und lässt sich aufgrund des spielerischen Designs sehr gut in den Studentenalltag einbauen. Die kostenpflichtige Version von Mondly gibt es für 9,99€ monatlich und kann auch lebenslang für 99€ einmalig erworben werden.

Abschließend zu Mondly: Ich fand die App in meinem Test zwar positiv, aber sie ist kein Favorit von mir. Das Lernen basiert auf keinem didaktischen Konzept und auch der Schwierigkeitsgrad steigt zu schnell an. Man kann die App aber zum Glück kostenfrei testen, wodurch sich jeder ein eigenes Bild machen kann. 

5.  Rosetta Stone

Diese Sprachapp ist für Lernende, welche die Sprache langsam angehen möchten. Die Wissensvermittlung erfolgt in Form von intuitiven Übungen, aus deren Kontext sich die Grammatik erschließen soll. Das Prinzip dahinter nennt sich Immersions-Prinzip.

Dabei wird das Erlernen einer Muttersprache simuliert, was durchaus sehr spannend ist. 

Hier eine Übersicht, wie die Aufgabentypen bei Rosetta Stone aussehen: 

Es gibt viele positive Meinungen zur App, jedoch hat mir das Prinzip nicht wirklich zugesagt und mir war das Lerntempo etwas zu langsam. Aber auch hier gilt, selbst austesten lohnt sich. 

Insgesamt stehen 24 Sprachen zur Verfügung. Das professionelle Design und die umfangreichen Lerninhalte wirken sich definitiv positiv auf den Lernfortschritt aus.

Rosetta Stone ist nicht als kostenlose Version verfügbar (abgesehen von einer kurzen Testphase). Die kostenpflichtige Variante ist ab einem Betrag von ca. 10€ monatlich verfügbar, was im Vergleich zur Konkurrenz mehr als fair ist. 

Fazit

Die getesteten Sprachapps bringen auf jeden Fall Abwechslung in den studentischen Alltag.

Studierende mit großer Freude an gamifiziertem Lernen sollten unbedingt bei Duolingo und Mondlyvorbeischauen.

Busuu bietet die einzigartige Möglichkeit an, mit Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern in Kontakt zu kommen, was einem einen echten Schub gibt und die Lernmotivation erhöht. Wer also am liebsten in der Gruppe lernt, der ist bei Busuu am richtigen Ort.

Das beste didaktische Konzept bietet Babbel. Der Gigant verdient sich also seinen Namen auf voller Strecke. Das kann ich behaupten, nachdem ich knapp 30 Apps getestet habe!  Hier eine Übersicht der 24 besten Apps zum Englisch lernen.

Weitere interessante Apps sind: 

  • FunEasyLearn-Reihe 
  • WLingua 
  • Memrise

Was sind eure Erfahrungen dazu? Gerne ein Kommentar dalassen.

Über den Autor: 

Patrick Breitenstein ist der Autor des TutorBoost Magazins, wo es alles zum Thema bessere Noten und Lernleistungen gibt. 

Hinter dem Blog steht die Firma Tutor Boost, welche Online Nachhilfe für Schüler, Studenten und Erwachsene anbietet in allen Hauptfächern und Hauptsprachen. Er selbst war selbst lange Jahre Nachhilfelehrer und bringt nun diese Erfahrung in das Online Magazin und in die Firma als Leitung und Gründer mit ein. 

LinkedIn Profil: https://www.linkedin.com/in/patrick-breitenstein-725264196/


Photo by Tim Mossholder on Unsplash

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