Kategorie: Services

  • Wie ich mich mit Twitter, Readwise und Obsidian über den Krieg in der Ukraine informiere

    Wie ich mich mit Twitter, Readwise und Obsidian über den Krieg in der Ukraine informiere

    Ich will gar nicht viele Worte über die schrecklichen Dinge verlieren, die gerade in der Ukraine vor sich gehen. Dafür ist das hier der falsche Ort. Der Krieg dort war aber Anlass für mich, mich sehr intensiv über verschiedene Themen wie die Vorgeschichte des Krieges, die Situation auf der Krim oder im Donbass oder auch militärisch-strategische Erwägungen zu informieren, damit ich die Lage dort besser einschätzen kann. Als Politikwissenschaftler habe ich ja auch ein fachliches Interesse in dieser Hinsicht. Twitter ist dabei zu einer enorm wichtigen Quelle für mich geworden.

    Man kann über Twitter ja sagen, was man will, aber es tummeln sich eben auch viele sehr kluge Menschen dort, mit denen ich sonst nie zusammentreffen würde. Auf Twitter schreiben sie leicht zugänglich lange Threads über ihre Expertise und für mich sind das enorm hilfreiche Einstiegspunkte. Nun ist Twitter nicht für den Konsum von längeren Texten konstruiert. Lange Threads lassen sich nicht sonderlich komfortabel lesen und schon gar nicht weiterverarbeiten.

    Readwise und Obsidian im Zusammenspiel

    Um dieses Problem zu lösen, nutze ich den Twitter Bot von Readwise, über die ich an dieser Stelle schon mal geschrieben hatte. Ich muss einfach nur einen Kommentar @Readwiseio save thread unter einen Tweet schreiben und der Bot erfasst den Thread. Da ich in meinem Readwise-Account meinen Twitter-Account hinterlegt habe, gelangt der Thread dorthin.

    So viel zum Import. Richtig spannend wird es aber erst mit der Export-Funktion von Readwise. Hier habe ich das offizielle Readwise-Plugin in Obsidian installiert, sodass neue Highlights direkt nach Obsidian importiert werden. Dort lese ich den Thread dann auch, weil ich so auch direkt Teile davon für eigene Notizen nutzen kann bzw. Quellen miteinander vergleichen und in Bezug setzen kann. In Verbindung mit meinem Obsidian Set-Up funktioniert das tadellos und automatisiert, also genau so, wie man es sich wünscht. Twitter ist für mich eine wichtige Informationsquelle und in Verbindung mit Readwise und Obsidian kann ich auch produktiv damit arbeiten.

    Falls du Readwise mal testen möchtest, kannst du gern diesen Link dafür nutzen. Wir bekommen dann beide einen Gratismonat.


    Photo by Tina Hartung on Unsplash

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    Readwise – Mein neuer Informations-Hub?

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    Schummeln unmöglich? Plagscan im Test

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    Transkribieren leicht(er) gemacht

    Transkribieren macht keinen Spaß. oTranscribe ist ein kleiner Helfer, der das Leben diesbezüglich zumindest ein wenig angenehmer gestaltet.

    Eine der nervigsten Aufgaben, die sozialwissenschaftliche Forschung (oder auch Journalismus) bereithält, ist das Transkribieren von Interviews. Das Grundproblem ist, dass es sehr lange dauert. Man glaubt gar nicht, wie viel Zeit es erfordert, eine Stunde Interview in Text zu verwandeln. Meist schafft man nicht mal einen Satz, bevor man wieder anhalten muss, um das Gehörte aufzuschreiben. Wenn man dann auch noch für ein Forschungsprojekt transkribiert, muss man im Normalfall sehr genau transkribieren und kann nicht einfach so Wörter weg lassen.

    Auf der anderen Seite erfordern Transkripte für journalistische Publikationen auch viel Arbeit, da sich Gesprochenes doch erheblich von dem unterscheidet, was man normalerweise in einer Zeitung lesen kann. Entsprechend muss Gesagtes an die Schriftsprache angepasst werden. Natürlich ohne dabei Intentionen, Inhalte oder auch nur Nuancen in der Bedeutung zu verändern. Es ist einfach ein nervenraubender und sehr anstrengender Prozess, der leider notwendig ist. Leider sind mir bis dato keine verlässlich funktionierenden Möglichkeiten bekannt, Sprache automatisiert transkribieren zu lassen. Es gibt so etwas natürlich — leider funktioniert es nicht zuverlässig genug, um für Forschung herhalten zu können.

    oTranscribe hilft

    Wie gut, dass es da die tolle Website oTranscribe gibt! Das ist eine Webapp, die beim Transkribieren ganz enorm helfen kann und die ich beispielsweise für meine Masterarbeit nutzte. Das ganze funktioniert extrem einfach. Man lädt nämlich einfach die Tondatei hoch und fängt dann an zu schreiben. Was ist der Vorteil gegenüber einer Kombination aus Mediaplayer und Word-Dokument? Zunächst, dass man alles auf einen Blick hat. Man muss also nicht zwischen Programm-Fenstern hin- und herwechseln. Der zweite große Vorteil ist, dass dich oTranscribe mit Tastaturkurzbefehlen unterstützt. Der wichtigste dürfte das Starten und Stoppen des Audio-Files sein. Hierfür musst du einfach nur die Escape-Taste drücken. Einmal drücken: die Datei wird wiedergegeben. Nochmal drücken: die Datei pausiert. Extrem gut gefällt mir dabei, dass es immer wenige Momente vor dem zuletzt Gehörtem wieder anfängt. So hat man noch zwei, drei Sekunden, um wieder reinzukommen und den Kontext zu erfassen, bevor noch nicht Gehörtes kommt. Das macht das Transkribieren sehr viel einfacher.

    Genauso gibt es aber auch Shortcuts, um ein paar Sekunden vor- oder zurückzuspringen. Das ist sehr hilfreich, wenn man mal eine Stelle nicht so gut verstanden hat und sie erneut hören will. Alle Shortcuts können auch angepasst und mit eigenen Kombinationen belegt werden. Eines meiner Lieblingsfeatures ist aber die Reduzierung des Abspieltempos. So kann ich das Ausgangsmaterial verlangsamen, was es deutlich erleichtert, Gesagtes aufzuschreiben.

    Ein ganz großer Pluspunkt von oTranscribe ist, dass es sich um eine Webapp handelt. Das ermöglicht es mir nämlich, unabhängig vom Betriebssystem darauf zuzugreifen. Man benötigt lediglich einen modernen Browser, der mit Webapps dieser Art umgehen kann. Das sollte aber kein Problem sein.

    Ist das auch sicher?

    Aber ist das nicht super unsicher? Ich kann doch nicht einfach möglicherweise sensibles Material in einem Webservice bearbeiten? So weit, so richtig. Zum Glück speichert oTranscribe alles lokal. Man arbeitet zwar im Browser, die Daten verbleinen aber im lokalen Speicher des Browsers und werden in keine Cloud o.ä. ausgelagert. Dadurch kannst du auch über einen längeren Zeitraum an einem Dokument arbeiten, den Browser schließen, oder den Rechner ausschalten. oTranscribe legt sogar lokale Backups an.

    Dennoch empfiehlt es sich, immer mal wieder den Arbeitsfortschritt zu exportieren und abzuspeichern. Die Speicherverwaltung von Browsern funktioniert nicht immer tadellos. Risikominimierung ist also anzuraten. Das zugehörige Tondokument muss immer wieder neu in den Speicher geladen werden, man sollte es also im lokalen Dateisystem behalten, bis man alles transkribiert hat. Diese Lösung macht absolut Sinn, da eine große Tondatei schnell den Cache des Browsers auslasten würde.

    Um wiederzufinden, wo man beim letzten Mal aufgehört hat, kann man sogenannten interaktive Zeitmarken setzen, die im Dokument stehen und anzeigen, wie viel vom Audiofile schon vergangen ist. Klickt man darauf, springt sie direkt zu dem Punkt, an dem man beim letzten Mal aufgehört hat.

    oTranscribe ist einfach ein sehr wichtiger kleiner Helfer für mich ohne dass ich garantiert kein Interview mehr transkribiere. Hinzukommt, dass die Nutzung kostenlos ist und genau das tut, was Programme wie F4 (wenngleich F4 den Preis natürlich durch mehr Funktionalität rechtfertigt) auch tun. Man muss nur eben nicht zahlen und ist plattformunabhängig.


    Photo by Simone Acquaroli on Unsplash.com