Apple bringt neues MacBook Air und iPad Pro raus

Letzte Woche hat Apple – den Zeiten angemessen – ganz still per Pressemitteilung sowohl das MacBook Air, als auch das iPad Pro in neuer Version auf den Markt gebracht. Was hat sich verändert?

Ein sinnvolles Update für das MacBook Air

Das MacBook Air wird für viele der erste Rechner von Apple sein, den sie je besitzen. Nachdem Apple die Reihe eigentlich einstellen wollte, brachte man 2018 doch eine neue Version auf den Markt. Die Popularität bei den Kund*innen war einfach zu groß. Nun gibt es ein Update:

  • die Tastatur: In den letzten Jahren gab es viel Kritik an Apples sogenannten Butterfly-Tastaturen. Zu fehleranfällig, kein schönes Schreibgefühl. Die Kritik scheint angekommen zu sein. Nach dem 16 Zoll MacBook Pro bekommt nun auch das Air die neue, alte Tastatur mit Scherenmechanismus.
  • mehr Auswahl beim Prozessor: Das alte MacBook Air hatte genau eine „Wahlmöglichkeit“ für den Prozessor. Es gab schlicht keine Möglichkeit, mehr Power ins MacBook zu stecken. Das ist nun vorbei. Los geht‘s mit einem Dual Core i3 Prozessor der 10. Generation. Die nächste Stufe (und lediglich 50€ mehr) ist ein Quad Core i5. Und wer noch mehr Rechenkraft möchte, bekommt für weitere 80€ Aufpreis einen Quad Core i7.
  • größere SSD zum Einstieg: Vor diesem Update bekam man in der günstigsten Konfiguration nur eine Mini-SSD mit 128GB Platz. Das wurde nun glücklicherweise verdoppelt. Mit 256GB dürften deutlich mehr Menschen auskommen.

Für aktuell 1.199€ bekommt man mit dem neuen MacBook Air ein gutes Gesamtpaket. Würde ich mir eins kaufen, würde ich es wohl so konfigurieren: Quad Core i5, 16GB Arbeitsspeicher, 512GB SSD. Macht: 1.749€. Nicht gerade günstig, aber gut. Dafür kann ich mir sicher sein, auf Jahre hinaus einen treuen und vor allem verlässlichen Alltagsbegleiter an meiner Seite zu haben.

Wer natürlich vor allem Videos schneiden möchte oder ähnlich rechenintensive Arbeiten verfolgt, sollte lieber gleich bei der Pro-Reihe schauen. Wer aber beispielsweise einen super soliden und gut gearbeiteten Rechner für ein ganzes Studium sucht, dürfte mit dem aktuellen MacBook Air für viele Jahre glücklich werden. Zudem sollte man nach Bildungsangeboten Ausschau halten. MacTrade hat zum Beispiel fast immer gute Angebote für Studierende und Schüler*innen.

Eine neue Kamera fürs iPad Pro

Auch das iPad Pro hat ein Update bekommen, welches sich aber vor allem um die inneren Werte kümmert. Das Design bleibt gleich, auch hat man weiterhin die Wahl zwischen einer 11 Zoll und einer 12,9 Zoll-Version. Dennoch gibt es ein paar schöne Verbesserungen:

  • die Kamera: Die Kamera ist nun ein Kamera-System, bestehend aus normaler Kamera, Ultraweit-Kamera und Lidar-Sensor. Das ist eine Art Radar, welches aber auf dem Aussenden von Lichtsignalen basiert. Das wird vor allem für AR-Anwendungen oder Messungen relevant.
  • mehr Speicher: Wie das MacBook Air erhält auch das iPad Pro einen größeren Einstiegsspeicher. Vorher waren in der kleinsten Version nur 64GB drin, nun sind es 128GB.

Ansonsten hat sich nicht viel verändert. Ein etwas besserer Prozessor (der aber eh schon extrem gut ist und die Intel-Prozessoren in den MacBooks alt aussehen lässt) sowie bessere Wlan- und LTE-Chips. Allerdings noch kein 5G. Das wird wohl erst im Herbst mit dem diesjährigen iPhone kommen.

Preislich geht es bei 879€ für das kleine und 1.099€ für das große Modell los. Meine persönliche Wahl würde hier wiederum auf das große Modell fallen mit 256GB Speicher und ohne LTE. Bringt mich zu einem Preis von 1.209€.

 Ein Trackpad!

Spannender ist da, was in Sachen Tastatur passiert ist. Hier hat Apple nämlich ein völlig neues Modell präsentiert. Hier handelt es sich weniger um ein Update, als um ein völlig neues Produkt. Das zeigt sich auch im Namen. Statt Smart Keyboard Folie (das es nach wie vor gibt), heißt die Tastatur Magic Keyboard für iPad:

  • ein Trackpad: Richtig gelesen! Das iPad bekommt ein Trackpad. Mit iPadOS 13.4 (kommt am 24.03.) wird endgültig das Maus- und Trackpad-Zeitalter auf dem iPad eingeläutet. Es wird die Möglichkeit geben, jede/s x-beliebige/s Maus/Trackpad anzuschließen. Das ging zwar jetzt auch schon, war aber eigentlich nur ein Accesibility-Feature. Jetzt wird das deutlich verbessert. Es gibt einen Cursor, der sich je nach Kontext anpasst und das ganze wird zu einem ganz offiziell unterstützten und beworbenen Feature. Da liegt es natürlich nahe, das Trackpad direkt in die Tastatur einzubauen, wie man es auch von Laptops kennt.
  • ein USB-C Port mehr: Die Tastatur hat einen eigenen USB-C/Thunderbolt-Anschluss mit Passthrough. Das bedeutet, dass man das Ladekabel an der Tastatur anschließen kann und das iPad geladen wird. Der USB-C Port vom iPad selbst bleibt somit frei, um beispielsweise eine externe SSD anzuschließen.
  • Scherenmechanismus: Wie das MacBook Air hat auch die iPad-Tastatur nun den Scherenmechanismus, stat einer Butterfly-Tastatur.
  • ein neuer Klappmeachnismus: Die alte iPad-Tastatur hatte das Problem, dass sie nur in zwei Winkeln aufgestellt werden konnte. Wem diese Winkel nicht passten, der hatte Pech. Das ist nun Geschichte. Stattdessen lässt sich der Winkel zwischen 90° und 130° frei bestimmen.

Klingt also nach einem echten Upgrade, das man gern sein Eigen nennen möchte. Vor allem, da das Magic Keyboard rückwärtskompatibel ist und sie auch mit dem 2018er iPad Pro genutzt werden kann. Das Problem ist der Preis. Der beträgt nämlich 339€ für das 11er iPad Pro und sage und schreibe 399€ für das große Modell. Sehr heftig. Wer das nicht zahlen möchte, aber dennoch an einer iPad-Tastatur mit Trackpad interessiert ist, kann mal bei Logitech schauen. Die haben in Kooperation mit Apple ein eigenes Modell auf den Markt gebracht, welches „nur“ 150€ kostet.

Ich persönlich werde mir wohl in diesem Jahr ein neues iPad Pro zulegen, da es mein täglicher Begleiter ist und ich es nun seit über drei Jahren sehr intensiv nutze. Ob ich auch die sauteure neue Tastatur kaufe, oder ein alternatives Modell von Logitech oder Brydge wähle, werde ich noch entscheiden. Da der Release für die Tastaturen aber eh erst im Mai ist, habe ich dafür auch noch ein wenig Zeit.


Das Bild wurde zu rein redaktionellen Zwecken von Apple zur Verfügung gestellt und wurde weder im Ganzen noch in Teilen auf eine Weise geändert oder modifiziert werden, die Apple verunglimpft.

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für deinen Bericht. Vielleicht kannst du mir bei folgenden Fragen weiterhelfen: 1. Wie sieht es mit der Kompatibilität des neuen Magic Keyboard aus? … habe es gerade unter deinem Link bei Apple selbst gefunden. Mein iPad Pro 12.9 2. Generation von 2017 oder 2018 wird leider nicht unterstützt… Aber bereit wieder Unmengen an Euros auszugeben bin ich für das neue aber nicht. So kurz wie das andere mir erst dient.
    2. wie sieht es denn mit der Verwendbarkeit des neuen MacBook Air für wissenschaftliches Arbeiten aus? Wie stabil laufen Programme? Was kann parallel benutzt werden ohne, dass der Laptop zu heiß wird usw… Mein MBAir ist aus dem Jahr 2014, nach dem Einbau einer neuen schnelleren Festplatte im letzten Winter kann ich wieder gut damit arbeiten, aber wenn Word, Zotero und DevonThink laufen, merkt man, dass es immer langsamer wird und auch der Lüfter anspringen muss…

    Vielleicht kannst du es ja mal testen und feedback geben. Vielen Dank und viel Erfolg weiterhin!
    Liebe Grüße
    Sebastian.

    1. Hallo Sebastian, gute Punkte! Ja, es werden nur die iPad Pros mit dem neuen, eckigen Formfaktor unterstützt. Liegt daran, dass bei denen der Smart Connector auf die Rückseite gewandert ist, was andere Anschlussarten der Tastatur ermöglicht. Aber immerhin kann man die Tastatur nicht nur mit den 2020ern iPad Pros nutzen, sondern eben auch mit denen von 2018. Die von 2015 und 2017 gehen nicht mehr.
      Zum MacBook kann ich natürlich nicht so viel sagen, weil ich keines da habe. Mit dem beschriebenen Workflow sollten sie aber locker fertig werden. Das Einstiegsmodell bringt ja schon 8GB Ram mit mit der Möglichkeit, auf 16 GB hochzugehen. Mit beiden Konfigurationen sind Word, Zotero und Devonthink parallel kein Problem. Was die Hitze angeht, haben die ganz ausgereizten Prozessoren manchmal bei Laptops das Problem, zu mächtig für das thermische Design zu sein. Sprich der Laptop kann die entstehende Hitze nicht ordentlich abgeben, was dann dazu führt, dass die Prozessoren häufiger runtergetaktet werden, oder eben der Lüfter angeht. Daher ist es manchmal die bessere Wahl, eher einen i5 statt einem i7 zu nehmen. Ob das hier auch ein Problem ist, kann ich leider nicht sagen, man sollte es aber sicherlich im Kopf behalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.