Eine Suchmaschine bei der Google alt aussieht: DEVONagent Pro

Wer sucht, sucht bei Google, oder? Ich nicht mehr. Denn wenn ich wissenschaftlich arbeite, ist das immer auch eine Schatzsuche. Dafür benötige ich schweres Gerät. Seit kurzem bei mir im Einsatz: DEVONagent Pro.

Ich persönlich nutze seit kurzem DEVONagent Pro* aus dem Hause DEVONtechnologies. Dieses Tool ist unheimlich mächtig, vereint es doch viele verschiedene Suchmaschinen in einer einzigen Suche und ergänzt diese noch durch die Künstliche Intelligenz von DEVONtechnologies, die auch DEVONthink so nützlich macht.

Suchsets in DEVONagent Pro

Unscheinbar, aber extrem mächtig

DEVONagent Pro kommt dabei sehr unscheinbar daher. Es ist zunächst nur ein kleines Fenster mit Eingabezeile. Erst wenn man auf die kleine Lupe klickt, offenbart sich langsam was für ein mächtiges Werkzeug man hier vor sich hat. Man kann hier nämlich sogenannte Suchsets auswählen, sprich worin der jeweilige Suchbegriff gesucht werden soll. Das kann dann Google, Yahoo, Amazon oder Twitter sein. Man kann aber auch vordefinierte Sets nehmen und die Suchtiefe bestimmen. Umso genauer man sucht, desto mehr und desto bessere Ergebnisse bekommt man — es dauert aber auch länger. Einen Versuch mit der umfangreichsten Einstellung (Web deepest) habe ich nach einer halben Stunde abgebrochen. Überlege dir also, welchen Tiefegrad du benötigst und fang lieber erst einmal mit einer oberflächlicheren Suche an. Sind die Ergebnisse dann noch nicht zufriedenstellend, kann man es ja noch einmal mit einer umfangreicheren Suche probieren.

Wenn die Suche durchgeführt wurde, öffnet sich ein weitaus größeres Fenster, welches alle Ergebnisse darstellt. Links neben jedem Ergebnis ist ein Balken, der anzeigt, wie wahrscheinlich das Ergebnis etwas ist, das du suchst — hier nutzt DEVONagent die künstliche Intelligenz, die auch DEVONthink so praktisch macht. Von hier an kann man dann die Ergebnisse weiter nutzen, indem man sie z.B. direkt im Programm öffnet, an DEVONthink weiterreicht, im Browser öffnet oder als HTML-Dokument exportiert. Das Schöne an dem Ganzen ist auch, dass man durch die Ergebnisse einfach durchscrollen kann, so wie man durch eine Fotogalerie durchscrollt. So kann man sich schneller einen Überblick verschaffen, als man es mit Google oder anderen Suchmaschinen je könnte. Es dürften also keinerlei Sonderwünsche übrig bleiben. Aber klar; es ist wieder ein extra Programm, welches Geld kostet.

Ergebnisliste nach abgeschlossener Suche

Für wen geeignet?

Wenn du Lust hast, schau es dir doch einfach mal an. Immerhin gibt es eine großzügige 60-Stunden-Testversion. Das Gute ist, dass die Stunden nur zählen, wenn das Programm auch wirklich genutzt wird. Leider gibt es DEVONagent bisher nur auf dem Mac. Ich persönlich hoffe ja sehr auf eine iOS-Version. Gerade mit Drag & Drop wäre das eine super Möglichkeit mobil zu recherchieren.

Für wen ist DEVONagent also geeignet? Sicherlich nicht für jemand, der oder die nur mal eben etwas recherchieren will. Wer aber häufig mit ausufernden Suchen zu tun hat, kann einen Blick riskieren. Ich denke hier vor allem an Studierende, Forscher*innen und Lehrende. Aber auch Autor*innen, die für ihre Bücher viel recherchieren oder Journalist*innen können der App womöglich etwas abgewinnen. Allgemeiner gesprochen ist DEVONagent also für all diejenigen von Interesse, die lange Texte verfassen und dafür ausführlich recherchieren.


Coverfoto: Evan Kirby


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