3 Wege aus der Schreibblockade

Jede*r kennt es: Die Worte wollen einfach nicht fließen. Der Cursor blinkt, aber man bringt einfach nichts zu Papier. Hier sind 3 Wege, um eine Schreibblockade zu überwinden.

Einfach drauf los schreiben

Es klingt vielleicht blöd. Aber eine super einfache Strategie, um eine Schreibblockade zu überwinden ist einfach drauf los zu schreiben. Die größte zu überwindende Hürde ist das leere Blatt. Mit mehr Übung hat man damit weniger Probleme, aber gerade wenn man es nicht gewohnt ist zu schreiben, kann ein leeres Blatt sehr einschüchternd wirken.

Denk immer daran: so perfekt wie manch andere Texte aussehen, sahen sie nicht nach dem ersten Schreiben aus. Ein wirklich guter Text geht durch viele Korrekturschleifen, wird gekürzt, umgeschrieben und ausgebaut. Allerdings braucht man natürlich etwas zum Arbeiten. So wie ein Diamant erst geschliffen werden muss, kann ein Text zunächst furchtbar sein — Hauptsache du hast etwas zum Verbessern.

Schreibe also zunächst auch unschöne Formulierungen oder nicht perfekt erklärte Zusammenhänge. Nachbessern geht immer.

Wenn auch das schon ein Problem ist (was vorkommen kann), schreib einfach irgendetwas, auch wenn es nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. So löst du die Blockade zu schreiben. Dann kannst du langsam zum eigentlichen Thema kommen und das „Gekritzel“ am Ende wieder löschen.

Arbeitsort ändern

Mir persönlich hilft bei einer Schreibblockade oft auch ein Wechsel des Arbeitsortes. Du wirst überrascht sein, wie viel das bewirken kann. Andere Umgebungen vermitteln ein anderes Gefühl und verbessern so die Produktivität.

Es ist warm? Geh in den Park und schreib oder lese da für eine Weile. Oder setze dich in ein Café. Dort herrscht oft eine (zumindest für mich) anregende Atmosphäre, weil viele Menschen dort an ihren Laptops und Tablets arbeiten. Die typischen Hintergrundgeräusche regen mich zusätzlich an.

Nafinia Putra

Beim Lesen von Texten habe ich oft das Problem, nicht wirklich still sitzen zu können und bin leicht abgelenkt. Meine Strategie hier ist deshalb in Bewegung zu sein. Natürlich kann ich nicht laufen und dabei lesen. Ideal sind daher Bus und — noch besser — Bahn. Die konstante Bewegung und das Hintergrundrauschen eines Zuges ermöglicht es mir über lange Zeit konzentriert auch anspruchsvolle Texte zu lesen. Möglicherweise hilft dir das auch.

Aber selbst einen anderen Ort in deiner Stammbibliothek oder mal eine andere Bib können wahre Wunder bewirken. Wichtig ist nur: Geh raus und probiere aus, was dir am besten liegt.

Mitten im Text anfangen

Dieser Tipp kann sowohl beim Schreiben, als auch beim Lesen behilflich sein. Manchmal ist man einfach erschlagen von der Menge, die man noch schreiben oder lesen muss.

Hier kann es helfen, zunächst mal einen anderen Absatz zu schreiben, bei dem man sich sicherer fühlt oder einfach klarere Gedanken hat. So kann ein Text dann nach und nach in alle Richtungen „wachsen“ und man verschwendet nicht einen Haufen Zeit, weil einem keine gute Formulierung einfällt.

Auch beim Lesen macht sich diese Strategie bezahlt. Die Einleitung ist furchtbar lang und nervig? Wieso nicht erst das Fazit lesen? Oder einfach einen interessant aussehenden Absatz in der Mitte des Textes? Ist der Einstieg geschafft, kann man noch einmal ganz anders auf den Text blicken.

Schreibblockaden können immer mal passieren, sind aber kein Grund zum Verzweifeln. Wechsel deine Arbeitsumgebung, finde heraus welche Atmosphäre dir hilft und fang einfach irgendwo/irgendwie an zu schreiben. Sei ein*e Juwelier*in und schleife deinen unschönen, unfertigen Text bis er ein echter Diamant ist. 💎


Cover Photo by Fab Lentz on Unsplash

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